3 Oktober 2010 - 20:30

Die Einwohner der südafghanischen Provinz Kandahar, wo 8000 ausländische und afghanische Soldaten eine umfassende Operation gegen Talibanmilizen führen, verlassen laut einheimischen Medienberichten massenweise ihre Häuser.

Durch massive Luftangriffe sind die meisten Wohnhäuser zerstört worden. Die obdachlosen Afghanen strömen in die Provinzhauptstadt Kandahar in der Hoffnung, dort Zuflucht zu finden. Aus dem Bezirk Arqandab sind bereits 620 und aus dem Bezirk Giray mehr als 300 Familien nach Kandahar umgezogen.

In der benachbarten Provinz Helmand haben die afghanischen Sicherheitskräfte in der Nacht zum Sonntag gemeinsam mit ausländischen Militärs eine erfolgreiche Operation gegen die Taliban durchgeführt. Nach Angaben des Polizeichefs des Bezirks Nad Ali sind 25 Extremisten, darunter ihr Feldkommandeur, getötet worden.

Nach Angaben von afghanischen Fernsehkanälen haben sich die Taliban und die Polizei in mehreren Bezirken der Provinz Takhar langwierige Gefechte geliefert. Auf beiden Seiten sind Verluste zu verzeichnen.